Labor für digitales Bauen

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(Auszugsweise von Irène Troxler, NZZ 23. Septmber 2016)

Im Labor für digitales Bauen
Mit der Eröffnung ihres Arch_Tec_Lab auf dem Hönggerberg hat sich die ETH einen seit rund 10 Jahren gehegten Wunsch nach einem Versuchslabor für Architekturstudierende erfüllt. Die Digitalisierung wird auch das Bauen revolutionieren, obwohl diese Industrie bekanntlich sehr traditionell ausgerichtet ist, mit unzähligen Klein- und Kleinstbetrieben. Sechs ETH-Professoren im Team hatten das Architekturlabor unter Anwendung aktueller Forschung gebaut. Darin warten Riesenroboter auf neue, knifflige Bauaufgaben.

arch_tec_lab_nzzBild: NZZ

Institut für Technologie in der Architektur (ITA)
Der am 22. September 2016 offiziell eröffnete Neubau soll es der Hochschule ermöglichen, die Nase vorn zu haben bei der Digitalisierung des Bauens. Weltweit sei dies die erste Forschungsplattform für grossmassstäbliche roboterbasierte Fabrikation in der Architektur, sagte Fabio Gramazio, Professor am Institut für Technologie in der Architektur (ITA).

Neue Technik, neuer Ausdruck
Das weitgespannte Dach der Laborhalle wurde mithilfe von Computerprogrammen und dem Portalroboter der Firma Erne AG Holzbau aus fast 50 000 Holzlatten gezimmert. Digitales Bauen erweist sich nicht nur als technische Herausforderung, sondern auch als gestalterische Chance. Bekanntlich führten in der Architekturgeschichte Innovationen jeweils zu einem neuen architektonischen Ausdruck. Um dieses Feld möglichst interdisziplinär zu bearbeiten, hat die ETH im Neubau über der Robotik-Halle gemeinsame Büros für verschiedene Lehrstühle eingerichtet.

ita_dach_web
Bild: ERNE Holzbau

Der gesamte Bau, der auf einem ETH-Parkdeck steht, ist ziemlich experimentell und gewährt «einen Blick in die Zukunft des Bauens». Errichtet wurde er in einem digitalen Planungs- und Produktionsprozess. Damit gelang es, die Leichtbauweise weiter zu optimieren, sagte Sacha Menz, geistiger Vater des Lab und Vorsteher des ITA der ETH.

Leichter und flexibler Bauen
Während für herkömmliche Hochbauten pro Kubikmeter bis zu 400 Kilogramm Material verbaut werden, waren es beim Arch_Tec_Lab nur 240 Kilogramm. Künftig wird man also günstiger bauen, dank Roboter-Unterstützung. Das computerbasierte Ineinanderfliessen von Planung und Fertigung erlaubt auch Projektänderungen bis zum letzten Moment. Dies dürfte das Bauen zudem flexibler machen.

Keine Dämmung dank intelligenter Haustechnik
Auch bei der Gebäudetechnik geht die ETH eigene Wege. Während bei konventionellen Bauten viel Material für die Dämmung verbaut wird, setzt die Hochschule auf ihr Konzept der Emissionsfreiheit. Das bedeutet, dass im Sommer Wärme in Bodenspeicher abgeführt wird, die im Winter von dort bezogen werden kann.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA SWB
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