«digitale Wirtschaft»?

NZZ vom 12. Januar 2017
Was heisst hier «digitale Wirtschaft»?
hus. ⋅ Zur «digitalen Wirtschaft» gehört es zum Beispiel, wenn die Leute E-Mails statt Briefpost verschicken. Wenn sie ihre Flugreisen im Internet statt im Reisebüro buchen. Wenn sie Kredite auf einer elektronischen Plattform statt in ihrer Bankfiliale erhalten. Wenn Internetplattformen wie Uber und Airbnb Nachfrager und Anbieter von Fahr- bzw. Beherbergungsdiensten zusammenbringen. Wenn Autos selbständig fahren. Wenn Computerprogramme Texte übersetzen, Anlagevorschläge machen, juristische Recherchen erledigen und medizinische Diagnosen stellen. Wenn Maschinen mit vielen anderen Maschinen vernetzt sind. Wenn die Welt mit dem Mobiltelefon greifbar ist. Wenn riesige Mengen elektronischer Daten den Beruf des Datenanalytikers enorm gefragt machen. Und vieles mehr.

Die Welt in der Hosentasche
Computer, digitale Daten und selbst das Internet gibt es schon seit Jahrzehnten. Die Datenmengen und die Vernetzungen nehmen aber laufend zu, und die technischen Fortschritte ermöglichen immer wieder das Ausprobieren neuer Geschäftsmodelle und setzen dadurch traditionelle Anbieter unter Druck. Das fordert auch die Politik heraus.

Internet und «fake news», eine Parabel
I
m Gleichnis «Die blinden Männer und der Elefant» untersucht eine Gruppe von Blinden – oder von Männern in völliger Dunkelheit – einen Elefanten, um zu begreifen, worum es sich bei diesem Tier handelt. Jeder untersucht einen anderen Körperteil (aber jeder nur einen Teil), wie zum Beispiel die Flanke oder einen Stosszahn. Dann vergleichen sie ihre Erfahrungen untereinander und stellen fest, dass jede individuelle Erfahrung zu ihrer eigenen, vollständig unterschiedlichen Schlussfolgerung führt.

Im Gleichnis steht die Blindheit (oder das im Dunkeln sein) für nicht in der Lage sein, klar zu erkennen; der Elefant steht für eine Realität (oder eine Wahrheit).

Die Geschichte soll aufzeigen, dass die Realität sehr unterschiedlich verstanden werden kann, je nachdem, welche Perspektive man hat oder wählt. Dies legt nahe, dass eine scheinbar absolute Wahrheit durch tatsächliche Erkenntnis von nur unvollständigen Wahrheiten auch nur «relativ absolut» oder «relativ wahr», das heisst individuell und subjektiv, verstanden werden kann.

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Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA SWB
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