Das Potenzial der Alten

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Aus einem Beitrag von Doris Aebi, NZZ 19. November 2016
Dr. Doris Aebi ist Unternehmerin und Personalberaterin in Zürich.

Alter auf den Teppichetagen
In einem gleichen sich die Anforderungsprofile für Positionen auf der Teppichetage, meist wünschen sich Auftraggeber jemanden im Alter zwischen 43 und 55 Jahren, auch für Verwaltungsräte. Doch gerade für sie würde es sich lohnen, ausserhalb dieser Bandbreite zu suchen und den Blick auch für das oberhalb liegende Alterssegment zu öffnen.

korkrinden
Die Korkeiche wird zwischen 250 und 350 Jahre alt und lässt sich im Laufe ihres Lebens bis zu 20 Mal abernten.

Die Demografie der Kundschaft widerspiegeln
Für Unternehmen ist es essenziell, dass verschiedene, auch demografische Gruppen im Verwaltungsrat repräsentiert sind, damit unterschiedliche Erfahrungen, Sichtweisen und Sozialisierungen in die strategischen Diskussionen einfliessen. Gerade die Generation der über 60-Jährigen repräsentiert für viele Unternehmen einen bedeutenden Teil der Kundschaft. Sie wird zu einer zunehmend wichtigen ökonomischen Macht. Ihre Bedürfnisse und Ansprüche zu ignorieren, kann sich kein Unternehmen leisten.

Altersobergrenze von 70 Jahren ist nicht mehr zeitgemäss
Es ist verschenktes Potenzial, in einer alternden und länger aktiven Gesellschaft Menschen über 60 für Verwaltungsräte nicht zu berücksichtigen. Menschen im Alter von über 60 Jahren sind in einer Lebensphase, in der sie operative Verantwortung gerne an jüngere Kräfte abgeben und Kapazität für ein Verwaltungsratsmandat haben. Sie sind krisenerprobt und gelassen, körperlich und geistig fit, und sie haben durchschnittlich noch über 20 Jahre Lebenszeit vor sich. Zudem haben sie viele Verpflichtungen, die Menschen im Haupterwerbsalter belasten, hinter sich und sind oft finanziell unabhängig.

Rollenbilder und Stereotype
Die Bilder, die viele Menschen zu über 60-Jährigen im Kopf haben, stammen oft noch aus einer anderen Zeit. Doch Persönlichkeiten wie zum Beispiel Pascal Couchepin (74), Beat Kappeler (70), Peter Brabeck (72), Ueli Maurer (66), Rudolf Strahm (73), Micheline Calmy-Rey (71) Angela Merkel (62) oder Donald J. Trump (70) zeigen, wie präsent ältere Führungspersönlichkeiten und Denker heute sein können.

Gegenseitiges Lernen
Es lohnt sich also, den Horizont über das übliche Alterssegment hinaus zu öffnen. Nicht nur nach oben, sondern auch nach unten. Oft arbeiten gerade überdurchschnittlich alte und überdurchschnittlich junge Verwaltungsrätinnen und Verwaltungsräte gut zusammen. Sie bringen den Mut, die Unabhängigkeit und die Gelassenheit mit, festgefahrene Strukturen zu hinterfragen. Das bedingt die Einsicht, dass nicht nur die Jungen von ihnen, sondern sie auch von den Jungen lernen können.

Transformationsberatung mit «adlatus»
Die Besetzung von Verwaltungsräten vor dem Hintergrund von Industrie 4.0 und digitaler Transformation sind Themen mit denen sich auch Schweizer Kleinunternehmer auseinandersetzen sollten. Das Netzwerk von «adlatus» bietet hier eine schnell verfügbare und flexible Einsatztruppe mit grosser Erfahrung. Wir freuen uns über Ihre Kontaktnahme und ein unverbindliches Gespräch.

Werner K. Rüegger, dipl. Arch. SIA AIA SWB
Transformationsberatung
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